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Mittwoch, 10. März 2010, 18:29 Uhr
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// Wirtschaftsrecht

Aufsatz

Produktrückrufe: Was tun, wenn was zu tun ist? - Praxishinweise

Der spektakuläre Toyota-Rückruf zeigt erneut (wie zuvor etwa der weltweite Spielzeug-Rückruf) die ungeheure rechtliche, kaufmännische und kommunikative Brisanz eines Produktrückrufs. Dabei sind derartige milliardenschwere und zahlenmäßig umfangreiche Rückrufe von b2c-Ware nur die Spitze eines Eisbergs: Auch Mittelständler mit einem b2b-Produktportfolio und selbst Hersteller von Nischenartikeln können selbstverständlich in die Pflicht zu einem grenzüberschreitenden Produktrückruf geraten. Dieser wird ggf. nicht dieselbe mediale Aufmerksamkeit erfahren, ist aber gleichwohl für die betroffenen Unternehmen zumeist eine Premiere - und damit eine ungeheure unternehmensinterne Herausforderung. Der Beitrag eines in Produktrückrufen erfahrenen Industrieanwalts gibt praxisnahe Hinweise für den Fall der Fälle.

Prof. Dr. Thomas Klindt, RA

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 583

Aufsatz

Preisanpassungsklauseln in AGB und ihre Bewertung durch die Rechtsprechung

Jüngste Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung - insbesondere im Bereich der Energieversorgung - haben branchenübergreifend für Verunsicherung hinsichtlich der wirksamen Formulierung von Preisanpassungsklauseln gesorgt. Inzwischen werden derartige Klauseln in schöner Regelmäßigkeit vom BGH für unwirksam erklärt. Deshalb scheint eine Bestandsaufnahme zusammen mit praktischen Hinweisen für die Formulierung solcher Klauseln angezeigt.

Dr. Christian Kessel, LL.M., RA, und Christian Schwedler

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 585

Aufsatz

Zur Entbindung der Berufsgeheimnisträger von Zeugnisverweigerungsrechten durch juristische Personen

Seit einiger Zeit werden unternehmerische Entscheidungen verstärkt nicht nur zivilrechtlich, sondern auch strafrechtlich und durch parlamentarische Untersuchungsausschüsse überprüft. Anlass für die Überprüfung unternehmerischen Handelns sind die Korruptionsfälle der jüngsten Vergangenheit und die aus der Bankenkrise resultierenden Fragestellungen. Im Rahmen solcher Verfahren stellt sich regelmäßig die Frage, ob und inwieweit Berufsgeheimnisträger über relevante Vorgänge aussagen müssen. Damit verbunden ist ebenfalls die Frage nach der Verwertbarkeit der bei Berufsgeheimnisträgen beschlagnahmten Unterlagen, vgl. § 97 Abs. 1 StPO. Dies wird vor allem dann problematisch, wenn es zu einem Wechsel in der Geschäftsleitung gekommen ist. Dann stellt sich die hier zu untersuchende Frage, ob eine wirksame Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht nur durch die gegenwärtige Geschäftsleitung erfolgen kann oder ob auch die ehemalige Geschäftsleitung dem zustimmen muss.

Dr. Malte Passarge, RA

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 591

Urteil

OLG Stuttgart: Klausel über Abschlussgebühr in AGB-Bausparvertrag unterliegt als Preisabrede nicht der Inhaltskontrolle

OLG Stuttgart, Urteil vom 03.12.2009 - 2 U 30/09

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 594

Kommentar

OLG Stuttgart: Klausel über Abschlussgebühr in AGB-Bausparvertrag unterliegt als Preisabrede nicht der Inhaltskontrolle

Mareike Lentz, Diplomjuristin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Privatversicherungsrecht, Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung der Universität Mannheim

Kommentar zu: OLG Stuttgart, Urteil vom 03.12.2009 - 2 U 30/09

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 594

Urteil

BGH: Verjährung der akzessorischen Haftung des GbR-Gesellschafters

BGH, Urteil vom 12.01.2010 - XI ZR 37/09

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 599

Urteil

BGH: Zur Berücksichtigung von Preisnachlässen des Vertragshändlers beim Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB analog

BGH, Urteil vom 13.01.2010 - VIII ZR 25/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 600

// Steuerrecht

Aufsatz

Abgrenzungsprobleme bei der ermäßigten Umsatzbesteuerung von Beherbergungsleistungen

Mit Inkrafttreten des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes wurde mit § 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG der ermäßigte Steuersatz für Beherbergungsleistungen zum 1.1.2010 neu eingeführt. Damit kommt der Gesetzgeber nicht nur den Interessen des Beherbergungsgewerbes nach, sondern schließt sich auch der Mehrheit der Mitgliedstaaten der Europäischen Union an. Nichtsdestotrotz wird die Neuregelung in alle Richtungen stark kritisiert. Eine Rückgängigmachung wird bisweilen gefordert. Diese Kritik umfasst u. a. die in der Gesetzesbegründung aufgeführten Leistungen von Hotels, die diese neben der reinen Beherbergung anbieten und die nicht steuerbegünstigt sein sollen. Der folgende Beitrag setzt sich kritisch mit der umsatzsteuerlichen Behandlung dieser Zusatzleistungen auseinander und stellt die kuriosen Folgen für die Praxis dar.

Kristina Dudde, RAin, und Sigrid Zielinski, Attorney-at-Law (NY, DC)

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 603

Aufsatz

Die neuere Rechtsprechung des BGH zur Strafbewehrung von § 153 AO: Prüfstein für Strafrechtsdogmatik und Verfassungsrecht im Steuerstrafrecht

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte einen Angeklagten wegen Umsatzsteuerhinterziehung verurteilt. Vorgeworfen wurde ihm unter anderem eine Tat nach § 370 Abs. 1 Nr. 2 AO, weil er seine Berichtigungspflicht gemäß § 153 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 AO verletzt habe. Eine strafbewehrte Pflicht zur Berichtigung hatte die Kammer angenommen, obwohl der Angeklagte schon bei der Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung mit Eventualvorsatz hinsichtlich der Unrichtigkeit seiner Steuererklärungen gehandelt hatte. Der BGH hat diese rechtliche Beurteilung in seinem Beschluss vom 17.3.2009 (1 StR 479/08, BB 2009, 1903) bestätigt. Die Entscheidung des BGH beruht auf einer steuerrechtlich zutreffenden Bewertung der Berichtigungspflicht gemäß § 153 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 AO, aus der der erkennende 1. Strafsenat jedoch strafrechtliche Konsequenzen gezogen hat, denen strafrechtsdogmatische und verfassungsrechtliche Bedenken entgegenstehen.

Dr. Jens Bülte, RA, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 607

Urteil

BFH: EuGH-Vorlage zum Anwendungsbereich der mehr-wertsteuerrechtlichen "Sonderregelung für Reisebüros"

BFH, Urteil vom 10.12.2009 - XI R 39/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 614

Kommentar

BFH: EuGH-Vorlage zum Anwendungsbereich der mehr-wertsteuerrechtlichen "Sonderregelung für Reisebüros"

Ursula Slapio, StB, und Christoph Jünger, RA/StB, KPMG, Frankfurt

Kommentar zu: BFH, Urteil vom 10.12.2009 - XI R 39/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 614

Urteil

BFH: Hinzurechnungsbesteuerung nach AStG a. F. gemeinschaftsrechtswidrig

BFH, Urteil vom 21.10.2009 - I R 114/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 618

Kommentar

BFH: Hinzurechnungsbesteuerung nach AStG a. F. gemeinschaftsrechtswidrig

Dr. Jan Sedemund, LL.M. Taxation (USA), RA/FAStR/StB, Flick Gocke Schaumburg, Bonn

Kommentar zu: BFH, Urteil vom 21.10.2009 - I R 114/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 618

Urteil

BFH: Freiberufliche Tätigkeit eines EDV/IT-Ingenieurs

BFH, FG Berlin-Brandenburg vom 21.8.2007 - 6 K 1791/05 (EFG 2007, 1884) BFH, FG Münster vom 5.5.20, Urteil vom 00.00.0000 - VIII R 31/07 VIII R 63/06 VIII R 79/06

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 619

// Bilanzrecht und Betriebswirtschaft

Aufsatz

Besteuerung, Bilanzierung und Finanzierung der Auslagerung von Direktzusagen auf Pensionsfonds

Die Auslagerung von Pensionszusagen auf Pensionsfonds nimmt durch Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie des wirtschaftlichen Umfelds an Fahrt auf. Der nachfolgende Beitrag beschreibt die steuerlichen und bilanziellen Folgen verschiedener Modelle der Auslagerung. Dabei wird der Standardfall der Auslagerung, der die Übertragung bereits erdienter Anwartschaften auf einen Pensionsfonds mit der Durchführung künftig noch erdienbarer Anwartschaften über eine Unterstützungskasse kombiniert, mit anderen Maßnahmen zur Ablösung der Pensionszusage für den künftig erdienbaren Teil verglichen. Schließlich werden auch unterschiedliche Lösungen zur Finanzierung des Einmalbeitrags an den Pensionsfonds aufgezeigt und deren bilanzielle Wirkungen herausgearbeitet.

Prof. Dr. Dietmar Wellisch, Albert Gellrich und Christof Quiring

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 623

Urteil

BFH: Steuerwirksamkeit der Auflösung einer Rückstellung für Nachforderungszinsen auf Körperschaftsteuern

BFH, Urteil vom 16.12.2009 - I R 43/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 627

Kommentar

BFH: Steuerwirksamkeit der Auflösung einer Rückstellung für Nachforderungszinsen auf Körperschaftsteuern

Dr. Florian Kleinmanns, RA, Fides Treuhandgesellschaft KG, Bremen

Kommentar zu: BFH, Urteil vom 16.12.2009 - I R 43/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 627

Urteil

Niedersächsisches FG: Zeitpunkt und Höhe von Teilwertabschreibungen aufgrund von Gesetzesänderungen

Niedersächsisches FG, Urteil vom 18.11.2009 - 2 K 100/07

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 630

// Arbeitsrecht

Aufsatz

BB-Rechtsprechungsreport zur personen-bedingten Kündigung 2008/2009

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Entscheidungen der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung auf dem Gebiet der personenbedingten Kündigungen Zeitraum 2008/2009. Hauptsächlich wird hierbei über die krankheitsbedingte Kündigung als wichtigster Anwendungsfall der personenbedingten Kündigung berichtet. In diesem Bereich orientiert sich die Darstellung an thematischen Punkten unter Berücksichtigung der vom BAG zur krankheitsbedingten Kündigung entwickelten Systematik. Gleichwohl gab es auch eine Reihe von Entscheidungen zu anderen Fällen der personenbedingten Kündigung, allen voran die Kündigung wegen Minder- bzw. Schlechtleistung. Einen letzten Schwerpunkt der Übersicht bilden Urteile zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (§ 84 Abs. 2 SGB IX), welches eine von Jahr zu Jahr größer werdende Bedeutung erlangt.

Dr. Martin Kock, RA/FAArbR

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 633

Urteil

BAG: Sozialplanabfindung bei Teilzeitbeschäftigung

BAG, Urteil vom 22.09.2009 - 1 AZR 316/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 640

Kommentar

BAG: Sozialplanabfindung bei Teilzeitbeschäftigung

Dr. Lars Mohnke, RA, FAArbR, Senior Associate bei Lovells LLP, München

Kommentar zu: BAG, Urteil vom 22.09.2009 - 1 AZR 316/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 640

Urteil

BAG: Anrechnung von Wegezeiten auf Arbeitszeit

BAG, Urteil vom 22.04.2009 - 5 AZR 292/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 642

Urteil

BAG: Entschädigung wegen einer rechtsunwirksamen personenbedingten Kündigung

BAG, Urteil vom 22.10.2009 - 8 AZR 642/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 643

Urteil

BAG: Teilbarkeit des Arbeitsplatzes eines Art Directors wegen Arbeitszeitverringerung

BAG, Urteil vom 13.10.2009 - 9 AZR 910/08

Jahr: 2010 // Heft: 11 // Seite: 644